Noch mehr Vergangenheitsbewältigung…?

 

 

 

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien hat große Pläne. Sie möchte, daß jeder Schüler in seiner Schulzeit zumindest einmal eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus besucht. „Es besteht Handlungsbedarf, und ich sehe die Schulen hier in ganz besonderer Verantwortung“, so die Ministerin. Das Bildungsministerium möchte die Erinnerungs- und Gedenkstätten stärker als außerschulische Lernorte in den Unterricht integrieren. Falls dies auf freiwilliger Basis nicht zu erreichen sei, „muss man darüber nachdenken, so etwas verpflichtend einzuführen“. Noch weitreichender sieht die Forderung der Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli (SPD) aus. Sie hält es für sinnvoll, „wenn jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet würde, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben“, so Chebli gegenüber der „Bild am Sonntag“. Das gelte „auch für jene, die neu zu uns gekommen sind. KZ-Besuche sollten zum Bestandteil von Integrationskursen werden.“

Wenn diese Entwicklung so fortschreitet, werden die 12 Jahre der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945 mehr Raum in den Lehrplänen einnehmen als die 1.000 Jahre davor. Die Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten mit Millionen Todesopfern größtenteils nach Mai 1945 oder die Kriegsgefangenschaft deutscher Soldaten in Russland und auf den berüchtigten Rheinwiesen, die insgesamt um die 3 Millionen Todesopfer forderte, viele davon nach Kriegsende, werden derzeit nur als Randerscheinung behandelt werden. Kein Wort über alliierte Kriegsverbrechen, dafür aber ausführliche Darstellungen von Verbrechen der Deutschen Wehrmacht, und das obwohl ausländische Historiker, auch israelische, der Wehrmacht bescheinigt haben, zu den ehrenhaftesten Armeen zu gehören. Kaum ein Schüler kann noch etwas über den Dreißigjährigen Krieg oder die Reichsgründung 1871 sagen und die Verdienste von Otto von Bismarck sind den wenigsten bekannt.

Wir Nationaldemokraten blicken in die Zukunft, wissen aber, daß unsere Geschichte auch eine Grundlage für die heutige Politik bildet. Wenn man also unsere Geschichte nicht gesamtheitlich und meist nur einseitig betrachtet, entsteht schnell ein Bild, welches den derzeit Herrschenden und fremden Mächten in die Hände spielt. Immer wenn auch nur ein Funke Patriotismus und Heimatliebe im Volke aufkeimt, wird dieser mit Begriffen wie „Kollektivschuld“ und „historische Verantwortung“ im Keim erstickt. Und wenn auch das nicht mehr hilft, werden KZ-Besuche staatlich verordnet. Leben wir wirklich noch im „freiesten Staat den es je auf deutschem Boden gegeben hat“, wie bundesdeutsche Politiker regelmäßig behaupten. Abschließend bleibt die interessante Frage, wie Migranten aus dem Orient darauf reagieren werden, wenn sie „zwangshistorisiert“ werden sollen.

 

 


 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 19.01.2018

 




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