Schon wieder eine Studie zur NS-Vergangenheit!

Bereits 2016 diskutierte der Landtag über eine in Auftrag gegebene Studie unter dem Titel „Personelle und strukturelle Kontinuität im Landtag und in der Landesregierung nach 1945“. Nach mehr als zweijähriger Forschung hat der Flensburger Historiker Prof. Uwe Danker vom „Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte“ eine Untersuchung über die NS-Vergangenheit von 400 Parlamentariern, Ministern und Staatssekretären vorgelegt. 100.000 Euro Steuergelder stellte der Landtag damals für die „Forschung“ zur Verfügung. Das Ergebnis war wenig überraschend. Natürlich gab es nach Kriegsende auch in Schleswig-Holstein Parlamentarier, die in der Vergangenheit eine NSDAP-Mitgliedschaft vorweisen konnten und nach Kriegsende für die CDU, die SPD oder andere bundesdeutsche Parteien erneut in politischer Verantwortung standen. Um diese Erkenntnis zu gewinnen benötigt man auch über 70 Jahre später keine teuren Studien.

Jetzt möchte der Landtag nachlegen und hat erneut 100.000 Euro für eine Folgestudie zur Verfügung gestellt. Beauftragt wurde abermals das „Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte“. Die neue Studie soll ergründen, ob es nicht nur vorbelastete Einzelpersonen gab, wie in der ersten Studie belegt, sondern darüber hinaus vermeintliche „Nazi-Netzwerke“ in Politik, Justiz und Verwaltung. Auch hier muß man kein Prophet sein, um das Ergebnis vorweg zu nehmen. Wie heißt es so schön, „wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird“. Und in diesem Sinne kann man davon ausgehen, daß es zur Empörung der Gutmenschen solche Netzwerke auch in der Nachkriegszeit gab. Und diese Netzwerke einen großen Einfluß auf die Politik der Nachkriegszeit hatten.

Vermutlich möchten die Gutmenschen mit solchen Studien auch ihre eigene Nachkriegspolitik relativieren. Wie läßt es sich sonst glaubhaft erklären, daß sowohl CDU als auch SPD in den ersten beiden Jahrzehnten des Kalten Krieges immer wieder die Unteilbarkeit Deutschlands betont und bei Wahlen sogar für ein freies Gesamtdeutschland warben. Ein Verzicht auf die deutschen Ostgebiete war damals unvorstellbar und grenzte an Hochverrat. Und dank der oben genannten Studie werden wir auch bald wissen woran es lag. Natürlich waren die „Nazis“ schuld, die immer noch in politischer Verantwortung saßen. Hierzu läßt sich sagen: Die meisten Deutschen haben satt, die ständigen Schuldbeteuerungen und Gedenkreden über sich ergehen zu lassen. Viel zeitnaher wäre eine Studie zur Rolle der Kommunisten in der DDR und vor allem nach der Wende 1990 in der BRD. Viele der damals verantwortlichen, u.a. IM Erika, die damals für Propaganda und Agitation mit verantwortlich war, konnten es weit bringen in der BRD. Im Falle von IM Erika bis ins Kanzleramt.

Wir Nationaldemokraten sprechen uns für eine unvoreingenommene, objektive Betrachtung der deutschen Geschichte aus. Es darf keine Tabu-Themen geben, deren kritische Betrachtung unter Strafe gestellt wird. Natürlich blicken wir als Wahlpartei hauptsächlich in die Zukunft, wissen aber auch, daß die Geschichte unseres Volkes das Fundament ist, auf dem ein freies Deutschland aufgebaut werden muß.

 

Jörn Lemke und Ingo Stawitz

Stellv.und NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 01.08.2018

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