Kinderarmut ist eine Schande für unser Land!

Wenn von Kinderarmut gesprochen wird, denken viele vorschnell an Kinder aus Afrika oder Südamerika. Dabei wird vergessen, daß es auch in einem vermeintlich reichen Land wie Deutschland arme Kinder gibt. Laut aktuellen Schätzungen des „Deutschen Kinderschutzbundes“ sind aber auch bei uns etwa 4,4 Millionen Kinder von Armut betroffen. Das sind 1,4 Millionen mehr als bisher angenommen und damit eine Steigerung um über 30%. Der stellvertretende Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein ging kürzlich sogar davon aus, daß die „echte“ Zahl der bedürftigen Kinder sogar 80 Prozent über der offiziellen Zahl liegt. Hochgerechnet auf Schleswig-Holstein wären das dann 142 000 Kinder.

Angesichts solcher alarmierenden Zahlen müßte man eigentlich davon ausgehen, daß Politiker geeignete Maßnahmen ergreifen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Weit gefehlt, außer einigen Lippenbekenntnissen im Wahlkampf ist bisher nicht viel passiert. Im Gegenteil, besonders finanzschwache Familien werden vom Staat im Stich gelassen. Während das Elterngeld bis 2010 mit einem Sockelbetrag von 300 Euro nicht auf Sozialleistungen angerechnet wurde, standen ab 2011 viele Eltern mit leeren Händen da, denn durch ein von der Bundesregierung beschlossenes Sparpaket wurde das Elterngeld voll auf die Sozialleistungen angerechnet. Beim Kindergeld sieht es nicht anders aus. Ein Skandal! Kinder Gutverdienender profitieren vom Kinderfreibetrag. Kinder aus Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen das Kindergeld. Die Ärmsten aber bekommen gar nichts. Wenn ausschließlich bei den ärmsten unserer Gesellschaft der Rotstift angesetzt wird, braucht man sich über steigende Kinderarmut nicht zu wundern.

Man kann doch nicht über den sogenannten „demographischen Wandel“ klagen und gleichzeitig mit einer familienfeindlichen Politik dafür sorgen, daß sich immer mehr finanzschwache Familien aus finanziellen Gründen gegen Kinder entscheiden. Doch auch bei Familien, die ohne Kinder finanziell gut dastehen, greift die Familienpolitik der Herrschenden nicht, denn die Gründung einer Familie bedeutet oft auch, daß zumindest ein Elternteil nicht mehr arbeiten kann und sich um die Erziehung des Nachwuchses kümmern muß und als Alleinverdiener ist es, anders als vor 30 Jahren, heute kaum mehr möglich eine Familie zu ernähren.

Anstatt eine Familienpolitik zum Wohle des eigenen Volkes zu betreiben, holt man lieber Millionen Fremde ins Land, die dann für den fehlenden Nachwuchs sorgen sollen. Was für eine kranke Politik! Wir Nationaldemokraten fordern in diesem Zusammenhang ein Müttergehalt und ein Kindergeld und Elterngeld, das nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden. Nur so können wir die Geburtenrate nachhaltig steigern und sind nicht mehr auf Fremde angewiesen, um den „demographischen Wandel“ zu bekämpfen und damit die Renten auch für kommende Generationen zu sichern.

 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 24.08.2018

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