Schüler dürfen zukünftig bei schlechten Noten mitreden

 

Wenn man das Bildungschaos der letzten 10 Jahre verfolgt, denkt man es kann eigentlich nicht schlimmer kommen, doch CDU-Bildungsministerin Karin Prien ist immer für eine neue Überraschung gut und sorgt damit auch in der CDU-geführten „Jamaika-Koalition“ für Diskussionsstoff.

Mit einem Erlaß möchte sie das Mitbestimmungsrecht der Schüler stärken. Künftig müssen die Klassensprecher angehört werden, wenn eine Klassenarbeit allzu mies ausgefallen ist. Die Schüler können ab der 3. Klasse mitentscheiden, ob eine Klassenarbeit bewertet oder neu geschrieben wird. Diese Anhörung ist zukünftig erforderlich, wenn mehr als ein Drittel der Schüler eine Fünf oder Sechs geschrieben hat. Karin Prien verteidigt ihren Erlass. „Die Beteiligung der Klassensprecher sei im Sinne des demokratischen Erziehungsauftrages und einer ernst gemeinten Feedback-Kultur richtig, auch schon ab Klasse 3.“, so die Ministerin.

Wir Nationaldemokraten glauben, anders als die Frau Bildungsministerin, nicht, daß es Schülern derzeit an „demokratischer Erziehung“ oder einer „Feedback-Kultur“ mangelt, sondern vielmehr an einem strukturierten Unterricht. Wie sollen junge Menschen lernen, Autoritäten anzuerkennen, wenn über jede Maßnahme der Lehrkräfte diskutiert wird. Viele Lehrer haben bereits erkennbar resigniert und passen die Lernanforderungen an das Lernniveau der Kinder an, um schlechte Noten zu vermeiden. Das bittere Erwachen kommt dann spätestens während der Berufsausbildung. Immer mehr jungen Menschen fällt es schwer sich in einem Ausbildungsbetrieb anzupassen und Anweisungen des Ausbilders anzuerkennen. Nur drei von vier Lehrlingen, die eine Ausbildung beginnen, halten bis zur Prüfung durch, das belegt ein aktueller Bericht des Bundesbildungsministeriums.

Wir Nationaldemokraten fordern bereits in der Schule einen leistungsbezogenen Unterricht und die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem. Bereits in der Schule müssen die Heranwachsenden bestmöglich auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden, und das ist an Schulen, in denen die Schüler sogar über ihre Noten diskutieren können, kaum mehr möglich!

 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 24.09.2018

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