Reparaturen von U-Booten im Ausland!

 

Daß die Zeiten für Werften in Schleswig-Holstein nicht rosig aussehen, beweist das große Sterben der Werften in den vergangenen Jahrzehnten. Um so mehr verwundert in diesen Tagen die Nachricht, die deutsche und norwegische Marine hätten einen Vertrag vereinbart, der einen Großteil der Wartungsarbeiten von deutschen U-Booten in Norwegen beinhaltet. Leidtragende dieser Entwicklung ist vor allem der Kieler U-Bootbauer „ThyssenKrupp Marine Systems“, dem zukünftig diese Aufträge fehlen dürften. Als Nutznießer wird der norwegische Marinestützpunkt Haakonsvern bei Bergen benannt, der Dank der kommenden guten Auftragslage auf profitable Geschäfte hoffen kann.

Als Nationaldemokraten stellen wir die Frage: Wie kann es angehen, daß man nach dem Niedergang schleswig-holsteinischer Werften, darunter Flender und Schlichting in Lübeck, heute dazu übergeht, militärische Aufträge ins Ausland zu verlagern, anstatt Arbeitsplätze in unserer Region zu sichern? Hier wäre ein eindeutiges Signal der Landesregierung im Kampf um Arbeitsplätze und den Standort Schleswig-Holstein angebracht! Doch weit gefehlt, scheint es doch so, daß eine Zuständigkeit bei solchen Entwicklungen gerne zur Seite geschoben wird, anstatt klare Stellung zu beziehen! Die Argumentation der Marine, daß „durch fehlende Werftkapazitäten Ende 2017 kein deutsches U-Boot mehr einsatzbereit war“, ist inhaltlich nur bedingt korrekt. Ausschlaggebend sind hier vor allem umstrittene Waffendeals mit Israel (3 U-Boote), an denen sich die BRD mit bis zu 540 Millionen Euro für ein fremdes Land beteiligt und die natürlichen Kapazitäten in den Werften binden. Außerdem hätte man im Verteidigungsministerium frühzeitig gegensteuern müssen, damit so ein Wartungsstau bei der U-Boot Flotte gar nicht erst entsteht. Verrückte Verhältnisse? Aus Sichtweise der multikulturell Verantwortlichen wohl kaum! Werden auf der einen Seite Kriegsopfer bedauert und Toleranz beschworen, so werden auf der anderen Seite umstrittene Waffendeals in Krisengebiete wie Algerien, Saudi Arabien und der Türkei durchgeführt, in Höhe von 2,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018! Allein die Lieferungen an die Türkei beziehen sich auf 10,1 Millionen Euro und das für ein Land, das unmittelbar am Syrienkrieg beteiligt ist.

Als Nationaldemokraten fordern wir die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts aller Völker und ein Nichteinmischungsgebot in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten als einen wesentlichen Grundstein des Völkerrechts.

 

Alexander Neufeld

Lübeck, den 08.10.2018

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