80 Jahre danach: Kein Grund zum Schämen

Das ist die Bundesrepublik, wie wir sie kennen: zum Dank für jüngste polnische Reparationsforderungen in dreistelliger Milliardenhöhe kriecht der oberste Repräsentant unserer Staatssimulation, Bundespräsident Steinmeier, ins Nachbarland und bittet zum 80. Jahrestag des Kriegsausbruchs um „Vergebung“ für einen „Vernichtungskrieg“, den Deutschland dort angeblich geführt hat. Die Polen wird so viel Rückgratlosigkeit freuen. Jedem normalen Menschen hingegen verursacht sie Brechreiz.

„Es waren Deutsche, die in Polen ein Menschheitsverbrechen verübt haben“, halluziniert der Bundespräsident laut einem vorab veröffentlichten Manuskript seiner Rede, die er bei einer Gedenkfeier in der polnischen Kleinstadt Wielun hält.

Er irrt allerdings: es gab keinen „Vernichtungskrieg“ gegen Polen. Vielmehr endete der Polenfeldzug nach 17 Tagen mit einem deutschen Sieg. Die polnischen Streitkräfte verloren dabei (laut Wikipedia) 66.300 Tote, die Wehrmacht 10.572.

Ganze Arbeit leistete hingegen Polen nach dem Krieg – es hat weite Teile der deutschen Ostgebiete entvölkert, Millionen Deutscher vertrieben und ermordet, die Infrastruktur heruntergewirtschaftet und eine jahrhundertealte deutsche Geschichte ausgelöscht. Und fordert, wie zum Hohn, nun „Reparationen“ von Deutschland. Davon freilich steht in Steinmeiers Manuskript keine Silbe.

Am 1. September 1939 verabschiedeten sich mein Großvater und meine damals sechsjährige Mutter voneinander und gingen verschiedene Wege: meine Mutter hatte ihren ersten Schultag, ihr Vater zog in den Krieg. Er hat ihn sich so wenig gewünscht wie die allermeisten Deutschen, und er ist im Sommer 1941 in der Nähe von Smolensk gefallen.

Ich habe keinerlei Veranlassung, mich für meinen Großvater, die Wehrmacht und für den 1. September 1939 zu schämen. Wohl aber für Steinmeier.

 

Karl Richter

presse@npd-sh.de

01.09.2019

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