Die Doppelmoral des Genossen Stegner
Es ist offensichtlich, daß die Sozis sich im freien Fall befinden. Laut aktuellen Umfragen kommt die SPD lediglich auf 12 % der Wählerstimmen. Doch wie hilflos muß eine Partei sein, wenn ihr stellvertretender Bundesvorsitzende Ralf Stegner auf jeden vermeintlich populären Zug aufspringt, um Sympathiepunkte zu sammeln. Nach dem traurigen Unfall mit einem SUV in Berlin, bei dem 4 Menschen starben, twitterte Stegner: „Die PS-Ungetüme passen eher in unbefestigte Pisten des Wilden Westens als in unsere Städte“. Der SPD-Politiker fordert schnelle Konsequenzen und brachte mal wieder höhere Steuern für SUVs ins Gespräch. Sicherlich, das Unfallfahrzeug, ein Porsche Macan ist mit 1,9 Tonnen Gewicht kein Leichtgewicht. Er ist 4,70 Meter lang, 1,92 Meter breit und hat 258 PS.

Wie so oft bei bundesdeutschen Politikern wird auch hier eine unerträgliche Doppelmoral deutlich, denn Stegner hat bei seinen Äußerungen nicht berücksichtigt, mit welchem Fahrzeug er selber auf deutschen Straßen unterwegs ist. Sein Dienstwagen, eine Mercedes S-Klasse, wiegt 2,1 Tonnen und hat 340 PS. Auch von der Größe stellt er einen SUV in den Schatten, denn er ist 5,13 Meter lang und 2,13 Meter breit. Aber Doppelmoral ist bei unserer von der Normalbevölkerung weit entrückten Politiker-Kaste nicht selten, wie kürzlich der Fall von zwei Flügen mit Großraumflugzeugen am 22. September für Bundeskanzlerin Merkel zum Klima-Gipfel und 30 Minuten später für Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zum Amtsantritt nach New York/USA deutlich machten.( Merkel hatte Karrenbauer den Mitflug verweigert!)

Um nicht falsch verstanden zu werden, wir Nationaldemokraten betrachten die derzeitige Entwicklung durchaus kritisch und sind gewiss keine Befürworter von zu großen und PS-starken Autos auf unseren Straßen. Bereits 1999 entwickelte Volkswagen mit dem VW Lupo das erste 3-Liter-Auto und auch umweltfreundliche Antriebsformen sind bereits seit Jahren bekannt und gut entwickelt. Trotzdem setzen die Automobilkonzerne auf große, schwere Fahrzeuge mit viel PS, um Umsätze und Gewinne zu erzielen. Hier ist die Politik gefragt. Ein sparsamer, umweltfreundlicher „Volkswagen“ der seinen Namen auch verdient, könnte neben den eigenen Anstrengungen der Hersteller, staatlich gefördert werden, um Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen. Paradox ist geradezu die Politik hin zu Batterie betriebenen Fahrzeugen, denn die Batterie eines Mittelklassefahrzeugs wiegt schon alleine ca. eine Tonne und setzt CO2 an anderer Stelle frei, nämlich in den Kraftwerken. Erst nach ca. 100.000 Km wird ein Umwelt-Nutzen gegenüber einem Diesel-Fahrzeug möglich.

Doch zurück zu Ralf Stegner. Wie kann man einen Politiker ernst nehmen, der nicht bereit ist, selber mit gutem Beispiel voran zu gehen, sondern immer nur weitere Leistungen von der Bevölkerung fordert? Wasser predigen und Wein saufen, dafür waren bundesdeutsche Systempolitiker immer bekannt. Ob Stegner nach solchen Äußerungen zum neuen Sympathieträger der Sozis aufsteigt, ist fraglich, aber nicht unser Problem. Der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa Manfred Güllner hat es vor einigen Jahren einmal auf den Punkt gebracht und sagte über Stegner sinngemäß, daß dieser von den Menschen als Kotzbrocken wahrgenommen wird. Dem gibt es aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen.

Ingo Stawitz und Jörn Lemke





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